Stadtgärtle – Mitmachgarten in der Esslinger City

Der Frühling hält Einzug und unser Stadtgärtle erwacht zu neuem Leben. Nachdem es im vergangenen Jahr Corona bedingt für unser Stadtgärtle-Team ziemlich schwierig war, wollen wir dieses Jahr wieder in die Vollen gehen und das Stadtgärtle wieder auf Vordermann bringen. Es darf wieder gesät  und geerntet, gejätet und gegossen werden, damit unser Gemüse auch fleißig gedeiht.

Interessierte zum Mitgärtnern willkommen

Ihr wollt gärtnern und habt keine Möglichkeit? Dann seid Ihr bei uns genau richtig! Wir suchen weitere Interessierte, die Lust haben nach Biogarten-Prinzipien in unserem Stadtgärtle Obst und Gemüse anzubauen. Jeder kann sich nach Lust und Laune einbringen, Erfahrung ist nicht erforderlich. Wer also einfach mal ausprobieren möchte, was der eigene grüne Daumen so kann oder wie gut selbst aus Samen gezogenes Gemüse schmeckt, darf gerne dazu stoßen. Wir buddeln einmal pro Monat gemeinschaftlich, meist Dienstags und kommen zwischendurch auch eigenständig zum Gießen vorbei. Die Fläche gehört der Stadt, die das Projekt kennt und unterstützt. Jeder darf ernten, was er verwerten kann. Meldet Euch bei Interesse einfach bei stadtgaertle@transition-town-es.de oder schaut am 12. April ab 17 Uhr einfach zu unserem nächsten Treffen am Kesselwasen vorbei.

Jetzt wird’s grün

Die Saison geht gerade erst los und nach und nach werden sich unsere Beete mit vielen schönen Pflanzen füllen. Wir ziehen vieles gerade zuhause auf der Fensterbank vor, was im April und Mai dann ins Stadtgärtle umzieht. Darum gibt es im Frühling besonders viel zu tun. Kompost haben wir bei unserem letzten Treffen hingebracht und werden diesen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Wasserspeicherung verteilen. Das kommt unserem Gemüse zu Gute. Auch Zwiebeln und Knoblauch haben wir bereits gesteckt und Möhren gesät. Wir freuen uns sehr auf die neue Stadtgärtlesaison und hoffen, Ihr seid dabei!

Macht Euch bereit für die Pflanzentauschbörse

Wir können es kaum erwarten, bald ist es wieder soweit: Die Pflanzentauschbörse, das Highlight im Gartenjahr, findet endlich wieder auch im Frühling statt! Am Sonntag, 27. März kann zwischen 14.30 und 16.30 Uhr unter dem Dach des Bürgerhaus Pliensauvorstadt getauscht und verschenkt werden, was das Gärtnerherz höher schlagen lässt: Saatgut, Pflanzenableger, Jungpflanzen, Gartenzubehör… Hier finden alle etwas, um den eigenen grünen Daumen auszuprobieren.

Gärtnercommunity bietet Erfahrungsaustausch

Die Tauschbörse hat sich inzwischen als Treffpunkt für Hobby-GärtnerInnen aus ganz Esslingen und Umgebung etabliert und von Allerweltspflanzen bis Raritäten wechselt hier alles den Besitzer. Alle können mitmachen, auch wer noch nichts zum Tauschen hat, geht nicht mit leeren Händen nach Hause. Einfach mit den Anbietern ins Gespräch kommen und fragen. Den Erfahrungsaustausch gibt’s dann gleich dazu und so knüpft sich gleich ein Netzwerk in der Gärtnercommunity. Da kann dann im Folgejahr darüber geschwatzt werden, wie sich der Neuankömmling denn so entwickelt hat.

Erlebe Fülle statt Ressourcenverknappung

Wer gärtnert, kennt das: schnell gibt es Zuviel für den eigenen Bedarf. Von der Saat geht mehr auf, als benötigt wird, die Stauden wuchern und die Zimmerpflanzen produzieren fleißig Ableger. Bei allen Debatten um Verknappung von Ressourcen erleben GärtnerInnen die Fülle der Natur. Da ist Schenken und Teilen eine Freude für beide Seiten. Hier könnt Ihr erleben, was mehr wird, je mehr man es teilt!

Nutzpflanzenbibliothek erhält Tomatenvielfalt

Auch die Nutzpflanzenbibliothek hat geöffnet und freut sich über viele Menschen, die Tomaten selbst aus Samen ziehen und mithelfen die tolle Sortenvielfalt zu erhalten! Macht mit, es ist Kinderleicht. Jeder, der Platz für 2-3 Tomatenpflanzen auf Balkonien oder im Garten hat, kann mitmachen. Oder man tut sich mit den Nachbarn zusammen und startet ein kleines Gemeinschaftsprojekt und stiftet so noch andere an, sich praktisch für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen.

Bitte Werbetrommel rühren

Ihr kennt noch jemanden, der gerne gärtnert und sich für Pflanzen interessiert? Ladet sie einfach ein, mitzukommen und werdet Teil der Gärtnercommunity! Hier findet Ihr unseren Flyer zum Selbstausdrucken und Verteilen bzw. zum Streuen in Euren Netzwerken. Danke dafür!

Was ein Müll!

Am gestrigen Donnerstag fand wieder einer unserer Müllsammelspaziergänge statt. Bewaffnet mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken zogen wir los, um im Färbertörlesweg, zwischen Bahnunterführung und Pliensauturm den Grünstreifen vom Müll zu befreien. Mit 8 begeisterten Müllsammlern zogen wir los und füllten diverse Säcke und zogen unzählige Glasflaschen aus dem Erdreich.

Grünstreifen statt Deponie

An dieser Stelle hatten wir bereits im vergangenen Jahr einmal gesammelt und wir waren traurig überrascht wie viel Müll schon wieder zu finden war. Immerhin zogen wir diesmal nicht ganz so viel Fahrradreifen, Zelte, Jacken usw. aus dem Gebüsch, es handelte sich mehr um Alltagsmüll wie Verpackungen und Masken. Die Stadt hatte an der Stelle das Grünzeug ein wenig gestutzt, so dass wir gut auf den Grund schauen und sammeln konnten, bevor das Grün wieder drüber wuchert.

Aktiv gegen Müllstrudel

Da hier am Bahnhof auch der Neckar so nahe ist, ist es uns besonders wichtig, diesen Fleck zu säubern, der gerne als wilde Deponie missbraucht wurde. Denn Flüsse fließen ins Meer und wer hat nicht schon mal von den Müllstrudeln im Meer gelesen und sich gefragt, wie die dahin kommen? Alles was der Wind ins Flusswasser wirft, verschmutzt irgendwann auch das Meer. Vielleicht wird es auf dem Weg dahin schon zu kleinsten Mikroplastikfetzen zerrieben und ist dann gar nicht mehr herauszufischen.

Mach mit beim nächsten Clean Up am 28.4.

Dabei kam uns auch die Idee beim nächsten Müllsammelspaziergang entlang des Neckarufers zu streifen und dort zu sammeln. Der nächste Termin steht auch bereits fest: Am Donnerstag, den 28. April treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Clean Up. Ihr habt Lust dabei zu sein? Dann kommt dazu und schickt vorher kurz eine E-Mail an: muellsammeln@transition-town-es.de

Tomate sucht Pate

Nutzpflanzenbibliothek sucht UnterstützerInnen

Die Esslinger Nutzpflanzenbibliothek ist derzeit unser Sorgenkind. Das Projekt hat in der Coronazeit einen ziemlichen Rückschlag erlitten. In den beiden letzten Frühjahren fand keine Tauschbörse statt und somit konnte kaum Saatgut unter die GärtnerInnen gebracht werden. Für all diejenigen, die sich Saatgut geliehen hatten, gab es auch nur wenig Möglichkeit etwas zurückzubringen. Drum sucht das Projekt nun ganz dringend nach UnterstützerInnen. In diesem Frühjahr geht das Orgateam nun in die Offensive und organisiert gleich zwei Öffnungstermine: Samstag 12.März auf dem Esslinger Wochenmarkt und Sonntag, 27. März von 14.30-16.30 Uhr bei der Pflanzentauschbörse im Bürgerhaus Pliensauvorstadt.

Wir Ihr unterstützen könnt:

Die einfachste Unterstützung ist aktive NutzerIn der Bibliothek zu werden. Dazu einfach bei den Öffnungszeiten vorbeikommen und bis zu 3 samenfeste Tomatensorten für den eigenen Anbau ausleihen. Nach der Ernte wird dann frisches Saatgut in die Bibliothek zurückgebracht. Außerdem werden für bestimmte Sorten, bei denen in den letzten Jahren mehr ausgeliehen wurde, als zurückkam, erfahrene TomatenpflanzerInnen gesucht, die als Sortenpate gezielt Saatgut für uns vermehren. Damit unser Sortenkatalog auch in Zukunft so vielfältig und bunt bleibt. Auch das Orgateam kann Unterstützung gebrauchen. Für die Öffnung der Bibliothek werden Termine organisiert, Saatgutpäckchen gepackt, Kontakt mit den NutzerInnen gepflegt und Zeitungsartikel geschrieben. Hier kann sich jeder mit seinen Stärken einbringen. Außerdem finden jährlich Verkostungen und Gartenbesuche statt. Meldet Euch bei Interesse gerne bei Annemarie unter nutzpflanzen@transition-town-es.de

Nächste Esslinger Pflanzentauschbörse am 3.10.

Endlich darf wieder getauscht werden! Am Sonntag, den 3. Oktober findet unter dem Vordach und im Hof des Bürgerhaus Pliensauvorstadt (Weilstr. 8) wieder unsere Schenk- und Tauschbörse für Saatgut, Pflanzen und Co statt. Dies freut uns ganz besonders, da es im Frühjahr Lockdown-bedingt nicht möglich war, eine Pflanzentauschbörse zu machen. Zwischen 14.30 und 16.30 Uhr können Hobby-Gärtner*innen und alle, die es werden wollen, hier verschenken und tauschen, was das Gärtnerherz begehrt. Das heißt Staudenableger, Samen, Zimmerpflanzen etc. finden einen neues Zuhause und das ganz ohne Geld. Tauschware am besten gut verpackt in Töpfen, Tüten oder Kisten mitbringen. Eintritt frei. Zugangsvoraussetzungen sind eine Registrierung und das Tragen einer medizinischen Maske, sowie das Einhalten von 1,5 m Abstand zu den anderen Teilnehmenden. Wer Kontakt zu Covid-Erkrankten hatte oder selbst Symptome zeigt, ist von der Teilnahme leider ausgeschlossen.

Nutzpflanzenbibliothek sucht Nutzer*innen

Auch die Esslinger Nutzpflanzenbibliothek ist in dieser Zeit wieder geöffnet und gibt kostenfrei samenfestes Tomatensaatgut aus. Wie in einer Bibliothek üblich bringt Ihr im Folgejahr frisches Saatgut zurück und haltet damit die Sorten in der Bibliothek am Leben. Denn auch Saatgut ist leider nur eine bestimmte Zeit lang keimfähig. Mittlerweile gibt es über 70 verschiedene, samenfeste Tomatensorten in der Bibliothek in allen Farben und Formen. Eine Übersicht gibt es im aktuellen Sortenkatalog. Eigene Saatgutvermehrung könnt Ihr ganz einfach lernen. Das Begleiten einer Pflanze aus dem Samenkorn bis zur Frucht ist sehr erfüllend und natürlich lecker! Ganz nebenbei tragt Ihr aktiv zum Erhalt der Nutzpflanzenvielfalt bei. Da die Nutzpflanzenbibliothek nun schon zwei Frühjahre in Folge nicht öffnen konnte und somit auch kein Saatgut ausgegeben werden konnte, braucht es Eure aktive Unterstützung – werdet Nutzer*in der Bibliothek und leiht Euch 1-3 Sorten für den eigenen Anbau aus.

Bitte weitersagen!

Damit wir möglichst viele Gartenbegeisterte erreichen, freuen wir uns, wenn Ihr diese Info in Eurem Bekanntenkreis streut und alle Interessierten herzlich zum 3.10. einladet. Hier findet Ihr das Poster und einen DinA 6-Flyer zum Selbstausdrucken und Verteilen. Wir freuen uns Euch bei der Pflanzentauschbörse wiederzusehen!

Geschmacksvielfalt überzeugt

Am 7. September veranstaltete die AG Nutzpflanzenbibliothek im Bürgerhaus Pliensauvorstadt ihre zweite Tomatenverkostung. Die Teilnehmenden hatten eine tolle Vielfalt an Tomaten mitgebracht. 12 verschiedene Sorten wurden verkostet, darunter tolle Sorten wie die Rote Zora, schwarze Ananas oder Robusta. Viele Sorten, die es bisher noch nicht in den Sortenkatalog geschafft hatten, von denen wir aber hoffen im Nachgang noch Saatgut zu bekommen.

Dank fleißiger Werbung fanden sich 22 Gäste ein, alle verfügbaren Plätze waren vergeben. Leider konnten wir Corona-bedingt nur eine begrenzte Zahl einlassen und mussten ein paar Interessierten leider absagen. Auch die Esslinger Zeitung war zu Besuch und bescherte uns einen wunderbaren Nachbericht mit Titelfoto.

Jung wie alt war vertreten und ließ sich von uns für dieses Geschmackserlebnis begeistern. Neben leckeren Tomatenhäppchen gab es jede Menge Infos rund um die Nutzpflanzenbibliothek, Saatgutvermehrung und Anbautipps. Am Ende kam es auf die Publikumswertung an und überraschenderweise landeten drei Sorten aus der Bibliothek auf dem Siegertreppchen. Die Armenische Fleischtomate sicherte sich den ersten Platz der Gesamtwertung. Auf Platz zwei überraschte die Ur-Tomate aufgrund ihrer Saftigkeit. Wohlschmeckend war auch die Berner Rose, die den dritten Platz belegte. Wer genau wissen möchte, welche Sorte wie abgeschnitten hat, kann hier nachlesen.

Auch uns hat der Abend viel Spaß gemacht, wir danken allen für das große Interesse und freuen uns auf den nächsten Austausch bei der kommenden Pflanzentauschbörse am 3.Oktober. Dann hat auch die Nutzpflanzenbibliothek wieder geöffnet und es darf Saatgut entliehen werden, damit wir auch nächstes Jahr wieder saftige Tomaten ernten und verkosten können!

Tomaten satt! Verkostung am 7. September in der Pliensauvorstadt

Nun startet die Tomatenzeit und wir können erste reife Früchte genießen. Lecker diese saftigen, knallfarbenen Paradiesfrüchte! Doch habt Ihr schon mal genauer hingeschmeckt? Tomaten sind nicht nur optisch absolut vielfältig in rot, grün, gelb und orange, gestreift, gefurcht, groß und klein… Sie bieten auch geschmacklich Unterschiede. Von leicht säuerlich bis zuckersüß, fest und zart oder saftig und mehlig.

Sortenvielfalt verkosten

In unserer Nutzpflanzenbibliothek gibt es eine herrliche Vielfalt von inzwischen über 60 samenfesten Tomatensorten in allen Farben und Formen. Darum haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen für diese Vielfalt zu begeistern, damit auch sie Lust haben, diese für nachfolgende Generationen zu erhalten. Um einen Eindruck von der geschmacklichen Vielfalt verschiedener Sorten zu bekommen, als Gelegenheit neue Sorten ins Programm aufzunehmen und Saatgut zu tauschen, veranstaltet die Nutzpflanzenbibliothek am Dienstag, den 7. September ab 18.30 Uhr eine Tomatenverkostung im Bürgerhaus Pliensauvorstadt. Die Nutzpflanzenbibliothek hat geöffnet und es kann Saatgut entliehen, sowie zurückgebracht werden.

Anmelden und teilnehmen

Wir laden alle ein, genau hinzuschmecken und eine Bewertung abzugeben. Wir küren an diesem Abend die Tomate mit der besten Gesamtbewertung. Teilnehmen kann im Prinzip jeder, vorausgesetzt es liegt ein Nachweis über Impfung, Genesung oder Corona-Test vor. Wer selbst Tomaten anbaut, wird gebeten eine kleine Kostprobe (2-3 Tomaten) mitzubringen und zur Sortenvielfalt an diesem Abend beizutragen. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um formlose Anmeldung per E-Mail an kontakt@transition-town-es.de

Wir freuen uns auf ein buntes Tomatenbuffet und tolle Geschmackserlebnisse!

Ran an den Müll – Neue AG bietet Müllsammelspaziergänge an

Am vergangenen Donnerstag war es soweit, die Tu was Gruppe traf sich im Rahmen ihres regulären 14-tägigen Treffens zum Müllsammelspaziergang. Treffpunkt war die Frauenkirche in der Esslinger City und wir hatten uns, um das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, den Weg in die Weinberge ausgesucht für unsere erste Müllsammeltour. Esslingens Sahnehaube unter den Stadtspaziergängen und auch recht stark frequentiert bei Esslingern wie Stadtbesuchern.

Wasser vor Giftstoffen und Mikroplastik bewahrt

Bewaffnet mit Müllsäcken, Eimern, Handschuhen und Greifzangen liefen wir los und rückten jedem noch so kleinen Schnipsel Müll zu Leibe. Schnell hatten wir allerhand Verpackungen, Kronkorken, Scherben und vor allem unzählige Zigarettenstummel eingesammelt, die andere achtlos auf den Boden warfen. Spannend sich auszurechnen, wie viele Liter Wasser wir geschützt haben, denn jeder Zigarettenstummel verunreinigt nachweislich bis zu 40 Liter Wasser mit vielen Giftstoffen. Ein paar 1000 Liter Wasser werden es sein. Und der Stummel verottet ja auch nur zum Teil, sondern der Plastikanteil im Filter zersetzt sich nur immer weiter zu Mikroplastik, dass dann unsere Böden und unser Wasser verschmutzt.

Langlebige „Ostereier“

Müllsammeln ist ein bisschen wie Ostereier suchen, fanden wir, nur dass man sich über diese Hinterlassenschaften anderer nicht freut. Dennoch erfüllte unser Tun uns mit einer inneren Zufriedenheit und viele Passanten, die uns beim Sammeln beobachteten, leisteten uns mentale Unterstützung und drückten ihre Wertschätzung für unseren Einsatz aus. Mit vielen kamen wir ins Gespräch und tauschten uns aus, über den Ärger, den die Müllberge überall in uns auslösen, die Fassungslosigkeit über so viel Unachtsamkeit und die leider auch vorhandene Aussichtslosigkeit es mit dem nie endenden Strom an Müll aufzunehmen. Und trotzdem hatten wir auch eine Menge Spaß im Tun, erfüllte es uns mit Genugtuung den Müll nachher in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen und weckte es in uns Hoffnung, denn einige äußerten den Wunsch ein anderes Mal mitzusammeln und ein junger Mann kam uns später sogar nach und machte auf eigene Faust los zum Müllsammeln.

Mitmacher willkommen

Einen Anfang machen, Bewusstsein schaffen, andere inspirieren, es uns gleich zu tun, das sind Ziele der neu ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe Müllsammelspaziergänge. Diese triffts ich von nun an, einmal im Monat an einem Donnerstag abend, um Esslingens Straßen und Grünflächen vom Müll zu befreien. Jeder kann mitmachen und sich beteiligen. Natürlich besteht gleichzeitig die Möglichkeit sich über die vielen Möglichkeiten Müll von vornherein einzusparen auszutauschen. Denn der beste Müll entsteht erst gar nicht. Wer dabei sein will, findet die nächsten Termine immer in unserem Veranstaltungskalender!

Wie geht es zur „Zukunftsstadt Esslingen“?

Die Bürgerbeteiligung hat in Esslingen eine gute Grundlage: Es gibt das Ratsinformationssystem, dass die Bürger an den Entscheidungen der Ausschüsse detailliert teilhaben lässt. Es gibt regelmäßig Bürgersprechstunden beim Oberbürgermeister und die Bürgerausschüsse vertreten die Anliegen der Bürger der einzelnen Stadtteile. Was für eine Basis um weiter über Formen der Bürgerbeteiligung nachzudenken!

Bürgerbeteiligung lernen von der Zukunftsstadt Dresden

Diese Frage beschäftigt uns von Transition Town und vom Bündnis für Klimagerechtigkeit Esslingen. Wir wollen uns anschauen, was bei anderen Städten gut läuft. Ein sehr gutes Beispiel ist Dresden. Dort ist es über ein Forschungsprogramm des Bundesforschungsministeriums gelungen, ein Bürgerbeteiligungsverfahren zu erproben. Die Suche nach der Zukunftsstadt wurde von Norbert Rost als Projektleiter aus der Stadtverwaltung heraus bearbeitet. Entstanden sind eine bildliche Vision des nachhaltigen Dresdens, ein Bürgerbeteiligungsverfahren sowie 8 Bürgerprojekte, die mit insgesamt 600.000 € Budget Dresden nachhaltiger ausrichten.

Online-Vortrag für Esslinger BürgerInnen im Dezember

Wie „Zukunftsstadt“ funktionierte und was davon in andere Städte und Gemeinden übertragbar ist – darum geht am 14.12.2020 von 19-20.30 Uhr bei einem Online-Vortrag von Norbert Rost für interessierte Esslinger BürgerInnen. Wer Lust hat über die Vorteile und Möglichkeiten einer Bürgerbeteiligung in Esslingen nachzudenken, ist an diesem Abend goldrichtig. Informationen zur Teilnahme und Anmeldeinfos sind unter https://zukunftsstadt.de/event/zukunftsstadt-esslingen zu finden.

Dank den Tauschbörsenfans!

Am vergangenen Sonntag, den 18. Oktober, fand die Pflanzentauschbörse in der Pliensauvorstadt nach langem Auf und Ab tatsächlich statt. Nach einer aufwendigen Vorbereitung und einer Zitterpartie, was die politisch Verantwortlichen noch an strengen Hygieneregeln beschließen würden, war die Freude groß, als klar war, dass es nun doch stattfinden durfte.

Trotzdem bibberten wir, ob bei all den Kontaktbeschränkungen und Vorsichtsapellen überhaupt jemand kommen würde. Wir dachten auch wenn nur 10 Leute kommen, wir machen es trotzdem, denn schließlich soll es ja auch mit unseren Projekten weitergehen. Und darum sagen wir Euch, liebe treue Tauschbörsenfans ganz herzlich DANKE! Euer Zuspruch trotz Corona ist der schönste Dank für unsere Mühe! Etwa 70 Besucher haben sich eingefunden und damit wurden unsere Erwartungen weit übertroffen.

Ein herzliches Dankeschön auch an alle Helfer und das Orga-Team, die mit ihrem mutigen und unermüdlichen Einsatz die Tauschbörse erst möglich machten. Und nun ab in den Garten und bleibt gesund!