Suppenwürze selbst gemacht

Neulich an einem Winterabend machten wir im Rahmen unserer zweiwöchigen Treffen Suppenwürze selbst. Bei Suppenwürze aus dem Glas weiß man ja oft nicht was genau drin ist oder es trieft nur so vom Geschmacksverstärker Glutamat. Darum machte uns die Idee einer selbstgemachten Suppenwürze ausschließlich aus frischem Gemüse und Salz neugierig. Wir wollten es einfach mal ausprobieren. Wie schmeckt das und hält sich das überhaupt?

Gemüse pur

Dank Susanne hatten wir ein erprobtes Rezept und fingen an zu schnippeln. Möhren, Sellerie, Pastinake, Lauch, Petersilie, Schnittlauch und natürlich eine ganze Menge Salz. Um das Ganze in eine grobe Paste zu verarbeiten nutzen wir einen elektrischen Häcksler. Unter großem Getöse machte der das Gemüse klein und wir vermischten es mit dem Salz. Ab ins Glas und schon war die Suppenwürze fertig.

Hhmm lecker!

Dann der Test: Die letzten Gemüsereste, die nicht mehr ins Glas passten wurden mit kochendem Wasser ausgespült und in unsere Suppenteller gefüllt, eine klare Brühe also. Hhmm war das gut. Da fehlten nur noch ein paar Nüdelchen oder Flädle, dann wäre das ein perfektes wärmendes Mittagessen. Wir waren uns einig, so ein Gläschen im Kühlschrank auf der Arbeit und man hat immer ein warmes Mittagessen parat.

Fazit: Wir werden Suppenkasper

Unser Fazit: Echt super einfach und so lecker. Die Haltbarkeit ist echt gut, ein paar Wochen im Kühlschrank ohne Probleme. Allerdings hat die Probeportion leider nicht lang gereicht, sie war einfach zu schnell aufgegessen. Wir werden wohl nun alle zu Suppenkaspern!

Pflanzentauschbörse am 15.10. in Pliensauvorstadt

Hallo Esslinger GärtnerInnen und alle, die es werden wollen, macht Euch bereit: Die nächste Schenk- und Tauschbörse für Saatgut, Pflanzen und Co steht vor der Tür. Am Sonntag, den 15.Oktober könnt Ihr zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr Pflanzen, Saatgut, Ableger etc. im Mehrgenerationenhaus Pliensauvorstadt (Weilstr.8) verschenken und tauschen. Auch wer noch nichts zum Tauschen hat, ist willkommen.

Jetzt im Beet aufräumen

Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, um im Beet aufzuräumen und die Stauden, die alles überwuchern zu teilen und Platz für Neues zu schaffen. Auf der Tauschbörse findet Ihr bestimmt etwas, das die Lücken im Beet wieder füllt und bekommt Lust auf neue Garten-Experimente. Bringt Pflanzen und Saatgut am Besten gut verpackt in Tüten, Töpfen oder Kisten mit.

Wissen teilen und nette Leute kennen lernen

Bei einer gemütlichen Tasse Tee oder Kaffee und einem Stück Kuchen lässt sich im Haus bestens über Gartenerfahrungen plauschen und nette Leute kennen lernen. Ab 16 Uhr gibt es außerdem einen Praxisbericht zum Experiment Wurmkiste. Die Transition Town Esslingen bietet Infos zu ihrer Arbeit und nächsten Aktionen an.

Ihr wollt noch ein paar Leute einladen? Immer gern. Hier findet Ihr den Flyer zum Ausdrucken und Verteilen. Wir freuen uns auf Euch!

 

 

Hört rein beim Regeneradio!

Am 28. März könnt Ihr ein Interview mit uns beim Freien Radio Stuttgart hören. Zwischen 18 und 19 Uhr werden in der Sendung Regenradio mehrere Ausschnitte daraus gesendet. Hört doch mal rein!

Wir sprachen mit Bernhard über spannende Fragen wie „Was ist eigentlich die Transition Town Bewegung?“, „Wie organisiert Ihr Euch?“ oder „Was unterscheidet Euch von anderen Gruppen wie Greenpeace?“. Fragen, die sich sicherlich einige von Euch schon mal gestellt haben.

In Esslingen ist das Freie Radio wahrscheinlich vor allem übers Internet zu empfangen. Hier geht’s zur Homepage. Uns hat das Interview viel Spaß gemacht, herzlichen Dank an Bernhard vom Greenpeace Radio beim Freien Radio Stuttgart.

Artikel im ES Aktiv Magazin erschienen

Was uns antreibt und wohin wir wollen durften wir in der neuen Ausgabe des ES Aktiv Magazins beschreiben. Schaut doch mal hier rein! Ihr findet unseren Bericht auf Seite 10.

Ihr habt Lust mit uns Esslingen zu fairwandeln? Dann sendet uns doch ganz einfach übers Kontaktformular eine kurze Nachricht, wir informieren Euch über nächste Treffen. Herzliche Einladung!

Pflanzentauschbörse – Nr. 5!

Jetzt wird es Zeit die Gartenbeete umzugraben, Stecklinge auszubuddeln und das Saatgut zu sortieren – die nächste Pflanzentauschbörse steht an. Am 23. Oktober kann von 14.30 bis 16.30 Uhr wieder getauscht und geschenkt werden.

Achtung neuer Ort!

Wichtig: Diesmal findet die Tauschbörse erstmals an einem neuen Ort statt:  Wir treffen uns unter dem Vordach des Bürger- und Mehrgenerationenhauses Plienauvorstadt in der Weilstraße 8.

Natürlich gibt es wie gewohnt im Inneren des Hauses die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Außerdem können sich Wissbegierige bei der Ausstellung „Make fruit fair“ über den internationalen Fruchthandel informieren.

Tauschen oder Schenken

Zu dieser Pflanzentauschbörse sind alle eingeladen, die Lust haben im nächsten Gartenjahr mal etwas Neues auszuprobieren oder die einfach mal Platz schaffen wollen in ihren Beeten. Dabei ist es nicht wichtig, ob Ihr schon etwas zum Tauschen habt oder nicht. Bringt mit, was Ihr tauschen könnt und wenn Ihr nichts habt, fragt doch einfach, ob Ihr die Pflanze oder das Saatgut auch geschenkt bekommt. Viele sind froh, wenn sie das Mitgebrachte nicht mehr mit nach Hause nehmen müssen. Von den erfahrenen Gärtnern gibt es noch Tipps und Erfahrungen gleich dazu. Und das alles ist völlig kostenfrei. Bitte bringt die Tauschware gut verpackt in Töpfen, Tüten oder Kisten mit.

Wahre Gärtner nutzen den Herbst

Wir freuen uns, dass dies nun schon die 5. Tauschbörse dieser Art in Esslingen ist und hoffen, Ihr seid dabei, auch wenn das Herbstwetter nicht immer zur Gartenarbeit einlädt. Für viele Gartenstauden ist jetzt der ideale Zeitpunkt, sie zu teilen. Wer jetzt Saatgut ertauscht, kann dieses rechtzeitig im neuen Jahr aussäen und in seine Beetplanung miteinbeziehen. Wahre Gärtner nutzen den Herbst für die Vorbereitung der neuen Gartensaison! Dann bleibt noch genügend Zeit sich auf die neuen Gartenbewohner zu freuen, wenn sie im Winter tief in der Erde schlummern.

Wer noch Bekannte und Freunde zur Tauschbörse einladen möchte, findet hier unseren Flyer.

Erntedank – Rückblick aufs Stadtgärtlejahr

Ein buntes und erntereiches im Stadtgärtle neigt sich dem Ende zu. Die Blätter färben sich und fallen zu Boden, die letzten Früchte reifen und dicke Tautropfen glitzern am Morgen in der Herbstsonne. Dieses Jahr blieb der Sommer zwar länger als gewöhnlich mit einem sommersonnigen September aber nun ist der Herbst schließlich doch eingezogen. Zeit für eine kleine Rückschau auf ein Jahr voll schöner und interessanter Momente in unserem Stadtgärtle.

Hochbeet ohne Hundekot

Das Jahr begann arbeitsreich mit dem Bau unseres Hochbeets. Dieses bauten wir mitten auf unsere kleine Gartenfläche und über den Sommer deckte uns dieses Beet reichlich mit Salaten ein. Es brauchte zwar auch eine Menge Wasser, aber dank des humosen Bodens spross das Grün nur so. Und endlich ein Beet ohne Hundekot, das war wirklich ein Gewinn!

Lehrreiche Mitmachaktionen übers Jahr

Einmal pro Monat boten wir gemeinschaftliches Gärtnern an und hatten für jedes Treffen ein Thema und eine kleine Aktion vorbereitet. Mal planten wir die Fruchtfolge für unser Stadtgärtle unter Berücksichtigung von guten und schlechten Nachbarschaften, mal tauschten wir uns über Tipps und Tricks beim Ernten, Lagern und Verwerten aus. Schade war nur, dass diese Angebote keine Besucher jenseits unserer Gruppe anzogen. Nichts desto trotz wurde fleißig gepflanzt und gejätet, gegossen und geerntet. Egal wann man vorbeikam, es war eigentlich immer etwas zum Ernten da. Auch die Esslinger Zeitung kam vorbei und widmete uns eine ganze Seite in einem tollen Bericht.

Unser Stadtgärtle ist keine Mülldeponie!

Weniger erfreulich war hingegen der Besuch von Unbekannten, die in unserem Gärtle Elektronikschrott oder übergroße Zimmerpflanzen „entsorgten“. Scheinbar waren sie der Meinung auf diese Weise schnellstmöglich ihre Probleme los zu sein. Darum sei es hier einmal festgehalten: Unser Stadtgärtle ist keine Mülldeponie! Bitte entsorgt Euren Müll selbst, das ist doch gar nicht so schwer.

Erntesegen und Kartoffelschatz

Das für viele schönste Erlebnis dieses Jahr war unser Treffen im September mit der Kartoffelernte. Lin unsere kleinste Gärtnerin machte sich auf die Suche nach dem goldenen Schatz und holte richtig dicke Knollen aus der Erde. Aber nicht nur für Lin war dies das erste Mal, dass sie mit eigenen Händen Kartoffeln ernten konnte. Auch die älteren Gärtnerinnen waren begeistert von dem Erntesegen. Die Ernte ist jedes Mal ein spannendes Erlebnis. Hat es sich gelohnt das Hacken und Jäten, Gießen und Pflegen? Haben die Bedingungen dem Gemüse zugesagt? Nicht immer erhalten wir große Mengen zurück. Aber das macht deutlich, jedes Stück Gemüse oder Obst ist kostbar. Darin steckt eine Menge Arbeit, auch wenn diese Arbeit in Gemeinschaft Freude macht. Dass es etwas zu Ernten gibt, ist eben nicht selbstverständlich und dafür können wir unserer Erde dankbar sein.

Ernten dürfen ist auch ein Geschenk

Es ist wichtig, dass wir unsere Erde so behandeln, dass auch die nachfolgenden Generationen der Zukunft noch genauso ernten können wie wir. Leider läuft es in unserer Welt gerade nach dem völlig entgegengesetzten Prinzip: Jeder nehme was er kriegen kann. Das gemeinsame Wirken und Lernen in unserem Stadtgärtle versucht dem etwas entgegen zu setzen. Hier darf jeder Ernten, auch wenn er nicht gesät oder gejätet hat. Aber vielleicht denken diejenigen, die einfach so zum Ernten kommen auch mal darüber nach, was ihnen hier geschenkt wird.

Burnout – Ein Thema auch für uns

An einem Abend im September trafen wir uns, um uns mit einem besonderen Thema zu beschäftigen: Burnout. Jeder kennt in seinem Umfeld Menschen, die daran erkrankt sind oder man ertappt sich selbst dabei, die eigenen Ressourcen bis aufs Letzte ausnutzen zu wollen, obwohl die Akkus bereits bedrohlich leer sind. Eine hohe Leistungsbereitschaft ist gerade bei sozial engagierten Menschen und Umweltaktivisten weit verbreitet. Das Transition Netzwerk befasst sich immer wieder mit diesem Thema und die sogenannte „Inner Transition“ spielt eine wichtige Rolle. Damit ist gemeint, dass ein äußerer Wandel auch nur dann in Gang kommt, wenn wir uns im Inneren wandeln. Aber was kann man tun?

Kratzen an der Oberfläche

Bei unserem Treffen wollten wir zunächst einmal voneinander wissen, wie wir uns gerade fühlen und was uns gerade bewegt. Wir kratzten ein bisschen an der Oberfläche, um einen Blick ins Innere werfen zu können. Danach machten wir uns im Zweiergespräch Gedanken, was uns dazu antreibt, manchmal mehr zu geben als uns selbst gut tut, welche Ängste oder Einstellungen dahinter stecken. Es tat gut, sich in diesem geschützten Raum mit den anderen darüber auszutauschen.

Innehalten

Zum Abschluss betrachteten wir inspiriert von Rob Hopkins, einem der Begründer der Transition Town Bewegung, ein paar Gegensatzpaare wie z.B. „Reden:Zuhören“ oder „Tun:Sein“. Wir versuchten für uns selbst auszuloten, wo wir in diesem Spannungsfeld gerade stehen und ob es uns gut dabei geht. Reden wir viel oder sind wir gute Zuhörer? Stecken wir mehr Energie ins Tun oder können wir auch gut Dinge lassen? Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme und diese Dinge sind im Fluss. Aber es kann hilfreich sein innezuhalten und zu hinterfragen, ob die gängige Praxis uns selbst auch gerecht wird.

Pflanzentauschbörse entwickelt sich

Ende April stand wieder unser Schenk- und Tauschbörse für Saatgut und  Pflanzen an. Zwar hatte der Frühling eine stürmische Pause eingelegt; das hielt die eingefleischten Esslinger Gartenfreunde jedoch nicht davon ab, mal eben vorbei zu schauen. Trotz Wind und Regen gab es reges Treiben auf der überdachten Terrasse des Bürgerhauses Mettingen.

Viele Pflanzen und Samen wechselten von erfahrenen Gärtnern zu Kollegen oder auch an experimentierfreudige Neulinge. Erstmals waren alle Tische belegt und das Angebot war wunderbar vielfältig: Zimmerpflanzen, Staudenableger, Gemüsejungpflanzen und Saatgut. Aber auch vorgekeimte Kartoffeln, Obststräucher und besondere Raritäten wie die Haferwurzel oder die Mariendistel fanden ein neues Zuhause.

Spannender Vortrag über Flora und Fauna ergänzt das Programm

Wem es draußen zu frisch wurde, der flüchtete ins warme Hausinnere und konnte es sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen gut gehen lassen. An den Gruppentischen kamen schnell nette Gespräche in Gang, denn das gemeinsame Garteninteresse schaffte zahlreiche Anknüpfungspunkte. Ab 16 Uhr folgte ein weiterer Höhepunkt im Programm: Reinhold Beck vom Naturkundeverein, ein ausgesprochener Kenner der heimischen Flora und Fauna, porträtierte in einem Bildervortrag ein paar interessante Arten und deren Lebensweise. Die Zuhörer verfolgten gebannt dem Vortrag; Beck schmückte ihn mit einprägsamen Geschichten und tollen Porträtaufnahmen liebevoll aus. Das Transition Town Team bedankte sich herzlich für diese Bereicherung der Veranstaltung.

Fortsetzung ist gesichert

Insgesamt war das Organisations-Team sehr zufrieden und freute sich, dass sich die Pflanzentauschbörse mittlerweile zu einem festen Termin im Gartenjahr etabliert hat. Zwar steht bis dato nicht fest, wo die nächste Tauschbörse stattfinden wird, da das Bürgerhaus Mettingen von der Stadt Esslingen aufgegeben wird; so ist doch sicher: Es wird eine Fortsetzung geben. Wir werden in Ruhe die verschiedenen Möglichkeiten sondieren und versuchen wieder eine solch nette Atmosphäre zu zaubern, wie sie bei den Esslinger Gärtnern bislang auf große Resonanz gestoßen ist.

Neues Hochbeet im Stadtgärtle

Fleißiges Werkeln und Schrauben im April: Viele freiwillige Helfer bauten gemeinsam ein Hochbeet aus Paletten. Das steht nun mitten im Stadtgärtle. Eine Bank zum Sitzen und Gepäck ablegen ist in die Seite des Hochbeets integriert.

Trotz schlechter Wettervorhersage trafen wir Wandler uns mit Anrainern des Stadtgartens und legten gemeinsam Hand an. Das Resultat kann sich sehen lassen! Jetzt können auch ältere Menschen pflanzen und ernten. ohne sich bücken zu müssen. Die Bank lädt zum Verweilen im Grünen ein.

Wünsche der StadtgärtnerInnen erfüllt

Diese Aktion führten wir durch, nachdem viele nach dem ersten Stadtgarten-Jahr rückmeldeten, dass sie nicht so gerne Blattgemüse vom Boden essen, wenn dort immer wieder Hunde ihre Hinterlassenschaften verteilen. Außerdem wünschten sich viele eine Sitzgelegenheit bzw. Ablegemöglichkeit für mitgebrachte Taschen. Mit einem Hochbeet, so dachten wir, könnten wir viele Fliegen mit einer Klappe schlagen; auch wenn es mit einiger Arbeit verbunden war.

Wir freuten uns über so viele Helfer und die großzügigen Materialspenden von Axel , Susanne und Andreas sowie Annika. Besonderer Dank gilt Andreas, der in mühevoller Arbeit alle Teile bereits daheim zurecht sägte und vorbereitete sowie den Transport der Materialien übernahm. Jetzt lasst uns das Hochbeet mit Leben füllen!